Jetzt unverbindlich anfragen:

0221 - 709 009 0

FAQ

Wenn Sie sich bei Ihrem aktuellen Steuerberater nicht mehr gut aufgehoben und beraten fühlen, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Nach § 627 BGB kann der Steuerberatervertrag jederzeit mit sofortiger Wirkung gekündigt werden, wenn keine anderen vertraglichen Abmachungen getroffen wurden.

Sollten Sie im Anschluss einen neuen Steuerberater aufsuchen, muss der alte Steuerberater die Datenübermittlung gewährleisten. Bei offenen Forderungen an Sie, z.B. Teilhonorar-Zahlungen, darf er die Unterlagen jedoch einbehalten, bis Sie die Rechnung beglichen haben. Informieren Sie auch das Finanzamt über Ihren Wechsel, damit Ihrem alten Steuerberater die Vollmacht für den Zugang zu Ihren Unterlagen entzogen und dem neuen zur Verfügung gestellt wird.

Generell gilt: die Kosten, die sich auf die Hilfe für Steuern im privaten Bereich beziehen, können nicht mit der Steuererklärung abgesetzt werden. Steuern aus dem Privatbereich sind beispielsweise in Bezug auf den Mantelbogen oder die Anlagen „Kind“, „Unterhalt“, „Altersvorsorge“ etc. Auch bei einer Beratung zur Kirchen- oder Erbschaftsteuer können die privaten Kosten nicht abgesetzt werden.

Absetzbar sind nur die Steuerberatungskosten für die Ermittlung Ihres zu versteuernden Einkommens. Die Einkünfte können sowohl aus einem Angestelltenverhältnis als auch aus einer Immobilienvermietung stammen. Auch Gewerbetreibende oder Freiberufler können die Kosten für den Steuerberater als Betriebskosten absetzen.

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Ihr Steuerberater die Kosten auf der Abrechnung klar als beruflich oder privat veranlasst ausweist

Ein Steuerberater haftet dann, wenn ein vorsätzlicher Fehler seinerseits ursächlich für einen Schaden ist und keine Haftungsbeschränkung in dieser Sache im Vertrag vereinbart wurde.

Die klassischen Fehler in der Steuerberatung sind:

  1. Fristversäumnis: Ihrem Steuerberater liegen alle nötigen Unterlagen für die Steuererklärung vor, er versäumt jedoch die Abgabefrist, woraufhin Sie Zuschläge zahlen.
  2. Falschbuchungen: Private und betriebliche Kosten werden falsch vom Steuerberater deklariert, woraus er oder Sie einen Vorteil ziehen.
  3. Unterlassene Beratung: Obwohl vertraglich vereinbart, unterlässt der Steuerberater die vollständige Beratung zu relevanten Steuerfragen.
  4. Missachtung der gesetzlichen Vorschriften/veröffentlichten Rechtsprechung: Für einen Honoraranstieg werden falsche Unterlagen erstellt.

Die Steuererklärung abgeben muss:

  • Wer innerhalb eines Jahres bei zwei Arbeitgebern beschäftigt war, wobei der neue Arbeitgeber bei der Lohnsteuerberechnung die Werte des vorherigen AGs nicht berücksichtigt hat.
  • Wer gleichzeitig zwei Arbeitgeber hat und somit der Steuerklasse VI angehört.
  • Wer gemeinsam mit dem Ehepartner die Steuerklassenkombination III/V oder IV mit Faktor gewählt hat.
  • Wer sich in einem Jahr scheiden lässt oder verwitwet und dann wieder heiratet.
  • Wer Nebeneinnahmen durch Miete oder selbstständige Tätigkeiten bezieht.
  • Wer vom Finanzamt aktiv dazu aufgefordert wird.

Nur eine vollständige Steuererklärung gibt den nötigen Einblick in Ihre Einnahmen und Ausgaben und ermöglicht dem Finanzamt die ausführliche Steuerermittlung. Für eine vollständige Steuererklärung benötigen Sie vor allem die folgenden Unterlagen:

  • Steuer-Identifikationsnummer für die korrekte Zuweisung beim Finanzamt
  • Informationen zu Ihrer Bankverbindung
  • (Elektronische) Lohnsteuerbescheinigung
  • Sämtliche Unterlagen von Ihrem Arbeitgeber (Fahrtkostennachweise, Fortbildungskosten, Nachweise zu Bewerbungsfotos, beruflich bedingte Telefonkosten etc.)
  • Bescheinigung über Arbeitslosengeld und Elterngeld
  • Versicherungsnachweise (Beitragsnachweise für die Renten-, Lebens-, Unfall- und Haftpflichtversicherung)
  • Quittungen für Spenden, Steuerberatungen, Arztbesuche, Medikamente
  • Studienbescheinigungen Ihrer Kinder

 

Seit 2017 müssen Belege nur in Ausnahmefällen beigelegt werden, nämlich dann, wenn die Vordrucke des Amtes Sie darum bitten. Die Vorlage der Belege kann bei Bedarf vom Finanzamt auch noch 10 Jahre rückwirkend eingefordert werden. Heben Sie also alle wichtigen und steuerrelevanten Unterlagen auf.

Grundsätzlich geben Sie Ihre Steuererklärung in dem Finanzamt ab, in dessen Bezirk Sie zum Zeitpunkt der Abgabe wohnen. Bei zwei Wohnsitzen ist es der Bezirk, in dem Sie sich überwiegend aufhalten.

Frist der Abgabe der Steuererklärung ist immer ein vom Finanzamt vorgegebenes Datum. Dabei unterscheidet man zwischen der freiwilligen Abgabe und der verpflichteten Abgabe. Stichtag für die verpflichtete Steuererklärung 2018 und 2019 ist jeweils der 31.07 des Folgejahres, also 31.07.2019 und 31.07.2020.

Was bis zum Jahr 2013 noch auf Papier eingetragen wurde, ist seither in Form der ELStAM (Elektronische Lohnsteuerabzugsmarke) beim Finanzamt einzureichen. Dabei werden alle wichtigen Informationen gebündelt elektronisch zusammengetragen. Die für den Arbeitgeber oder vom Arbeitgeber notwendigen Informationen werden automatisch durch ELStAM übermittelt. Sie selbst können Ihren aktuellen ELStAM über ELSTER abrufen, für das Sie die Zugangsdaten beim Finanzamt anfordern können.

Besonders wenn in Unternehmen Zeit und Kosten für administrative Aufgaben eingespart werden sollen, ist das Outsourcing der Lohnbuchhaltung effektiv. So werden die eigenen Mitarbeiter entlastet, deren Hauptaufgabe meist nicht die Lohnbuchführung, sondern beispielsweise die Personalverwaltung ist, während spezialisierte Lohnbuchhalter ihrem Kerngeschäft nachkommen können.

Dies trägt zur Planungssicherheit eines Unternehmens bei. Die Lohnbuchhaltung außer Haus überzeugt nämlich meist mit mehr Pünktlichkeit, Expertise bei rechtlichen Fragen sowie Know-how im Bereich IT und Korrektheit. Kompetente Dienstleister im Bereich Lohnbuchhaltung unterstützen Unternehmen somit bei der Freisetzung von Ressourcen im Haus.

In Zeiten des digitalen Wandels ermöglichen es unterschiedliche Buchhaltungssysteme, dass Belege nicht mehr auf umständlichen Wege das Unternehmen verlassen müssen.

Indem Belege und Rechnungen eingescannt werden, wird die Buchhaltung zum einen digital abgesichert, zum anderen liegen die Dokumente und Informationen gebündelt an einem Ort, ohne dass Sie sie aus der Hand geben müssen.

Die Digitalisierung ermöglicht es Ihnen zudem, mit tagesaktuellen Zahlen zu arbeiten und entsprechend profitable Entscheidungen zu treffen. Auch Rechnungen können über Onlinetools bezahlt oder Mahnungen darüber ausgestellt werden, was die gesamte Buchhaltung online zentriert.

Sind Sie dazu verpflichtet, Bücher und Aufzeichnungen für Ihr Unternehmen zu führen und aufzubewahren, so sollten Sie sich an die Aufbewahrungsfristen halten.

Für die folgenden Unterlagen gilt die 10-jährige Aufbewahrungsfrist nach § 147 Abs. 3 i. V. m. Abs. 1 Nr. 1, 4 und 4a AO, § 14b Abs. 1 UStG:

  • Bücher & Aufzeichnungen
  • Jahresabschlüsse
  • Inventare
  • Eröffnungsbilanzen
  • Buchungsbelege & Rechnungen

 

Die 6-jährige Aufbewahrungsfrist gilt für:

  • Handels- und Geschäftsbriefe
  • sonstige Unterlagen für die Besteuerung

Beim Immobilienkauf sind zwei Steuern von Wichtigkeit: Grunderwerbsteuer und Grundsteuer.

Die Grunderwerbsteuer fällt einmalig beim Kauf eines Grundstücks/einer Immobilie an. Die Bemessung der Steuer hängt dabei vom Kaufpreis ab und ist je nach Bundesland unterschiedlich hoch. Der Steuersatz bewegt sich in NRW derzeit bei 6,5 Prozent.

Die Grundsteuer ist die Steuer für den Besitz und die Bebauung eines Grundstückes/einer Immobilie. Diese Steuer fällt regelmäßig an, in der Regel immer zum 15.2, 15.5, 15.8 und 15.11 eines jeden Jahres. Wie hoch die Grundsteuer in Ihrem Bundesland und in Ihrem individuellen Fall ist, erfahren Sie von Ihrem Finanzamt.